Hundeschule Amperland

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Antijagdtraining - Kontrolle über Jagdverhalten

Warum jagen Hunde? Ein Jagdhund wurde vom Menschen auf das Jagen selektiert. Durch diese Selektion wurde oft ein übersteigertes Jagdverhalten angezüchtet. Das ist im Alltag oft schwierig zu händeln. Immer mehr Jagdhunde sind auch in Privathand.

Da Jagen zu den selbstbelohnenden Handlungen gehört, ist es für den Halter oft sehr spät zu erkennen, dass das Jagdverhalten schleichend begonnen hat.

Jagdverhalten wird oft schon durch Gerüche oder Bewegungen ausgelöst und der Hund reagiert reflexartig ohne darüber nachzudenken. Bewusstes Handeln und Denken ist dann nicht vorhanden.

Lernerfolge beim Jagen sind besonders intensiv.  Erfahrungen, die der Hund beim Jagen macht, werden besonders schnell und dauerhaft abgespeichert. Ein einmaliger Erfolg reicht oft aus, damit der Hund weiß wie es geht und das Verhalten wieder zeigt. Dabei muss nicht zwingend Beute gemacht werden: das Hetzen reicht aus, um den Hund auf den Geschmack zu bringen. 

Dies alles macht deutlich, dass Jagdverhalten nicht einfach wegzutrainieren ist. Es ist aber durchaus möglich, es durch den Halter lenkbar zu bekommen und einen kontrollierten Freilauf zu erreichen. Inwieweit das für jeden einzelnen Hund und Halter überall und immer, d.h. an allen Orten zu jeder Zeit, möglich ist, kommt wieder auf verschiedene Faktoren an (Rasse, Erfahrungen, Zeit und Möglichkeit zu trainieren usw.). Ein teilweiser Freilauf ist jedoch für die allermeisten Hunde mehr als realistisch! 

Der Fokus liegt hierbei, neben den einzelnen Übungen, auf der Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses des Trainings und der Bedürfnisse von Hunden mit ausgeprägtem Jagdverhalten. 

Ziel des Trainings ist es den Verstand langfristig auch beim Jagen zu aktivieren, damit der Hund ansprechbar bleibt und Signale ausführen kann. Der Hund soll also lernen zu denken, auch wenn da gerade ein Reh springt, es nach Kaninchen riecht usw. Dies machen wir, indem wir die Auswirkungen der Botenstoffe unter Kontrolle bekommen und die Erregung senken. Außerdem werden auch die emotionalen Reaktionen kontrollierbar gemacht. Dies geschieht durch die Förderung der Impulskontrolle (»Halte dich zurück«) und der Fähigkeit Frust zu ertragen (»Lass das Reh ziehen«). Reagiert der Hund weniger stark emotional, das heißt funktioniert der Verstand auch bei Wildreizen, können Signale viel leichter umgesetzt werden, vorausgesetzt sie werden gut aufgebaut. Damit der Hund insgesamt weniger auf alle möglichen Wildreize reagiert bzw. diese weniger aktiv sucht, spielt auch die Auslastung eine große Rolle. Der Hund muss an geeigneter Stelle seine Bedürfnisse ausleben können. Dies geschieht aber zusammen und in Kooperation mit dem Halter, auf eine Weise, die niemanden gefährdet. Damit der Hund auch immer weiß wann, was, wie von ihm verlangt ist und was er wann darf, braucht es eine sehr klare Kommunikation durch den Halter. 

Die Bereiche die wir trainieren werden:

Neben einer guten Bindung, die Grundvoraussetzung für jedes erfolgreiche Training ist,  ergeben sich also acht verschiedene Bereiche, die erfüllt sein müssen, um das Jagdverhalten eines Hundes erfolgreich kontrollieren und lenken zu können: 

1. Strukturierung des Spazierganges 

2. Klare Kommunikation zwischen Hund und Halter 

3. Orientierung des Hundes am Halter 

4. Erregungskontrolle / Entspannung 

5. Impulskontrolle und Frust ertragen können 

6. Eine perfektionierte Signalkontrolle 

7. Eine hohe Kooperationsbereitschaft des Hundes mit dem Halter 

8. Eine geeignete, bedürfnisgerechte Auslastung 

Dabei müssen alle Bereiche erfüllt werden, um Erfolg zu haben. Genauso wenig wie eine gute Bindung allein den Hund davon abhält, jagen zu gehen, wird dies allein auch nicht mit der richtigen Auslastung funktionieren oder nur mit Impulskontrolle usw. Einige dieser Bereiche bauen aufeinander auf, vieles wird aber parallel bearbeitet und beeinflusst und ergänzt dadurch auch wieder andere Bereiche positiv. 

Wir werden in diesem Kurs mit einer Theoriestunde und in neun praktischen Stunden die ersten Grundlagen erarbeiten. 

Kursstart: Dienstag, 10.12.19 um 17.00 Uhr

Kosten € 200,00

Anmeldungen über das Kontaktformular oder unter 0178- 233 68 68.

Voraussetzungen zur Teilnahme des Erziehungskurses:

 

       - Impfschutz

        - Haftpflichtversicherung

        - Entwurmt

    





 
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